Unter dem Slogan „Links 2010: Veränderung durch Bewegung“ veranstaltete der Juso Bundesverband am vergangenen Wochenende einen Jugendkongress im Berliner Stadtteil Neukölln. Auch die Jusos Heidenheim sind mit einer kleinen Delegation vor Ort gewesen und haben mit anderen Jusos und Interessierten aus dem gesamten Bundesgebiet über Alltagsprobleme von Jugendlichen in der Leistungsgesellschaft und Lösungsmöglichkeiten diskutiert.
„Zunehmenden Leistungsdruck für Schüler und Studenten durch verkürzte Ausbildungszeiten; die Voraussetzung, möglichst jung bei gleichzeitiger langjähriger Berufserfahrung durch Praktika und zusätzliche Auslandsaufenthalte – all das sind die Themen die unsere Generation bewegen. Freiräume zur eigenen, flexiblen Entfaltung und die Suche nach Eigeninteressen rücken daher immer weiter in den Hintergrund; sie sind fast schon Fremdwörter in unserer Gesellschaft“, so der stellvertretende Kreisvorsitzende der Jusos, Mathias Ostertag am Rande des Kongresses.
Weiter verkommt das soziale Engagement von Jugendlichen zu einer Randerscheinung. Zeitmangel und Leistungsdruck gefährden die Beteiligung von Jugendlichen an Meinungsbildungsprozessen.
Daher fordern die Jusos:
- Längeres gemeinsames Lernen, um die frühe soziale Ausgrenzung in jungen Jahren zu vermeiden,
- Die Abschaffung jeder Art von Gebühren für die Bildung, da eine gute Ausbildung immer mehr vom Geldbeutel der Eltern abhängt,
- Eine Überarbeitung der Bologna-Reformen, d.h. eine weitere, spürbare Verbesserung der Lehre an den Hochschulen durch Schaffung von zusätzlicher Stellen von Hochschulmitarbeitern, aber auch die Ausweitung des Lehrangebots
- Eine bessere Ausarbeitung von Lehrplänen an Schulen, da dort der Leistungsdruck in den vergangenen Jahren aufgrund der Umstellung auf das achtjährige Gymnasium deutlich zugenommen hat, jedoch immer noch nach denselben Lehrplänen unterrichtet wird.
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